Arthrose – alte Heilmethode neu entdeckt
Geschreiben am | November 4, 2009 | No Comments
Der Speichel der Egel enthält rund 200 Substanzen, die gerinnungshemmend, gefäßerweiternd und schmerz- und entzündungshemmend wirken.
Der Egel wird an entsprechend indizierter Stelle angesetzt und sucht sich in kleinem Radius eine Stelle aus, an die er sich mit zwei kleinen Saugnäpfen “andockt”. Mit seinen rund 300 kleinen Sägezähnchen ritzt er die Haut ein. Der Biß wird i.d.R. kaum wahrgenommen. Nach dem Biß saugt der Egel rund 30 Minuten an dieser Stelle, während er seinen Speichel in die Wunde abgibt. Ist er satt, fällt er von selber wieder ab.
Pro Einsatz saugt ein Egel rund 10 ml Blut. Rund 40 bis 50 ml verliert der Patient anschließend bei der Nachblutung. Sie reinigt die Wunde nach diesem Mini-Aderlaß.
Blutegel sind seit 2005 in Deutschland ein Fertigarzneimittel, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen wurde.
Das Wort “Egel” stammt übrigens von dem griechischen Wort echis = kleine Schlange ab und wer sich einmal die Zeit nimmt, einem Blutegel beim Schwimmen zuzuschauen, wird verstehen, warum das so ist.
Die von mir eingesetzten Egel beziehe ich aus der Apotheke. Sie stammen aus deutscher Nachzucht und sind keine Freifänge. Nach getaner Arbeit erhalten die Blutegel bei mir ihr Gnaden-”Blut” in einem Aquarium. Aus hygienischen Gründen setze ich diese nicht wieder ein, sondern verwende für jeden Vierbeiner eigene Egel.
Wenn Sie Fragen zur Blutegeltherapie haben oder sich unsicher sind, ob diese Therapie etwas für Ihren Hund ist, dann nehmen Sie doch Kontakt mit mir auf. Gerne beantworte ich Ihre Fragen.
